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Thema: Ich bitte den schweizerischen Bundesrat die entsprechende Schritte zu unternehmen, damit das Polnische Museum im Schloß in Rapperswil die weiteren Jahrzehnte arbeiten dort kann.
Sehr geehrter Bundesratpräsident,
Herr Couchepin,
Sehr geehrte Damen und Herren, ich erfuhr, daß das Schloß in Rapperswil, der Sitz des Polnischen Museums, einst eine abbruchreife Schloßruine, das im Laufe von 130 Jahren von Polonia und den Schweizern zu einem Prachtschloß umgewandelt wurde (nach 1945 verläuft die Arbeit und im Standhalten des Polnischen Museums ohne einer finanziellen Unterstützung der schweizerischen Behörden jedoch auf der Grundlage des Vertrages mit der Gemeinde und ihres Wohlwollens) und Dank des großen Engagement der schweizerischen Polonia bis heute sehr gut geführt wurde, nun an einen privaten Käufer verkauft werden könnte.
Für mich ist leicht vorstellbar, daß bei dem Wechsel des Schloßbesitzers, werden z.B. die Steuern an die kantonale Steuerbehörde des neuen Besitzers/Käufers des Schloßes in Rapperswil deutlich höher liegen als die heutigen Pächter - Polnisches Museum - diese heute zu entrichten verpflichtet sind. Auf diese Weise könnten auch andere Geldbeträge, die mit dem Wechsel des Besitzers zustande kommen würden, der kantonalen Administration extra Quellen der Gelder zur Verfügungen stellen, die womöglich anderen Bereichen des öffentlichen Lebens zu Gute kommen könnten, sei es der Finanzierung der Parkanlagen, der öffentlichen Verkehrsmittel etc. Das Polnische Museum würde in so einem Fall statt eines repräsentativen Schloßes in Rapperswil, kein zweites Schloß als Domizil erhalten, um durch ihre kulturelle Arbeit die Polen und Schweizer nahe einander zu bringen, und gleichzeitig in Erinnerung der Welt aufzubewahren, daß die in der Schweiz internierten polnischen Soldaten im II.
Weltkrieg fünf Jahre lang unentgeltlich an diesem Schloß und anderen Bauprojekten ihrer neuen Heimat tätig waren, weil sie genauso wie die Schweizer nicht für den Krieg sondern an der Zukunft im Frieden arbeiten wollten.
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Würden die 80% der ausländischen Besucher, die in großen Scharren das Polnische Museum jedes Jahr zu dem am meist besuchten Museums dieser Gegend machen, sich die Mühe machen, so wertvolle Ausstellungen dieses Museums, wie die Polnische Schule der Kunst- und Baudenkmalpflege oder der die Ausstellung von Beständen des Preußischen Museums, unter einer anderen Adresse zu suchen wäre, wenn das Polnische Museum eine abgelegene, nah eines Murmeltierbaus Alpenhütte in Aussicht bekommen würde, die ebenfalls mit höheren Gebühren als ihr früherer Besitzer dafür zahlte, zu haben wäre, damit nach dem Verlauf der nächsten 120 Jahren der sehr kostspieligen für Polonia Selbstfinanzierung des neuen Sitzes des Polnischen Museums, diese Geschichte sich wiederholen könnte?
Das ist die Sichtweise des Problems mit den Augen eines EU-Bürgers.
Eine gesundere Perspektive dieses Problems könnte der schweizerische Bundesrat realisieren, wo es nicht um den schnellen, heutigen, finanziellen Gewinn für die respektablen Käufer bzw. der Immobilienspekulanten geht, sondern um die Bedeutung der Schweiz im Ausland als ein Land, in dem vom II. Weltkrieg bis heute die Erhaltung der polnischen Kultur im Polnischen Museum auf dem Schloß von Rapperswil für die Bürger von Schweiz und die ausländischen Touristen weiterhin ein Symbol des Respekts der schweizerischen Nation für die Kultur der anderen Völker auf dem Boden von Schweiz zu sehen sein kann.
Ich bitte Sie, Herr Bundesratspräsident und den schweizerischen Bundesrat die entsprechende Schritte zu unternehmen, damit das Polnische Museum im Schloß in Rapperswil die weiteren Jahrzehnte arbeiten kann.
Im voraus danke ich Ihnen für Ihr wohlwollen gegenüber derm Polnischen Museum in Rapperswil, einem Symbol des gemeinsemen Respekts vor der Kultur der Völker Europas.
Mit freundlichen Grüßen,
Schriftstellerin, Journalistin,
Maria Sulkowska-Kneier
D-60316 Frankfurt / Germany*
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